Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

medikamentöse Therapie
Entspannungsverfahren
alternative Methoden
Physiotherapie etc.

Moderatoren: Nine, Moderatoren

Antworten
dietmar
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 19. April 2016, 17:25

Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von dietmar » Dienstag 19. April 2016, 17:57

https://www.uni-duesseldorf.de/home/sta ... 5085c069af



Universität
Fakultäten
Studium und Lehre an der HHU
Forschung und Transfer an der HHU
Internationales
Universitäts­klinikum
Universitäts- und Landesbibliothek
Leben in Düsseldorf
Infocenter HHU

06.04.16 12:00
Aktuelle Publikation in „Journal of Neuroscience“:
Düsseldorfer Forscherteam entdeckt Wirkstoff zur Nervenregeneration aus alter Heilpflanze

Von: Susanne Dopheide
6.04.2016 – Ein Düsseldorfer Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fischer, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, identifiziert einen Inhaltsstoff aus der Heilpflanze „Mutterkraut“, mit dem das Nachwachsen von geschädigten Nervenfasern bei Mäusen erheblich beschleunigt und verbessert werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der US-Fachzeitschrift „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht. Die Erkenntnisse könnten von großer klinischer Bedeutung sein. Fast acht Prozent der über 55-Jährigen in den Industrieländern sind von peripheren Neuropathien, das heißt Schädigung der Nerven vor allem in Beinen und Armen betroffen.

Häufig entstehen Neuropathien als Folge anderer Erkrankungen, z.B. des Diabetes mellitus oder durch neurotoxische Substanzen wie Alkohol. Sie äußern sich in z.T. schweren Empfindungsstörungen, Störungen der Motorik oder chronischen Schmerzen. In der Therapie lässt sich oft lediglich ein Stillstand der Erkrankung erreichen. Für betroffene Patienten bedeutet die Neuropathie eine erhebliche Belastung mit schwerwiegender Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Der Schlüsselvorgang bei dieser Problematik ist die sehr langsame Regeneration von Nervenfasern nach einer Schädigung. Die Neurowissenschaftler um Prof. Dr. Dietmar Fischer stellten nun fest, dass sich Mäuse mit einem genetisch veränderten Enzym deutlich schneller und besser nach Nervenverletzungen erholten als normale Tiere. Die Forscher entschlüsselten den zugrundliegenden Mechanismus dieses Effektes und suchten nach Substanzen, um diesen Effekt zu imitieren. So fanden sie den Wirkstoff Parthenolide, der aus der Heilpflanze „Mutterkraut“ stammt. Sie ist auch in Mitteleuropa heimisch und wurde traditionell als Migränemittel eingesetzt.

Zellkulturexperimente zeigten, dass Parthenolide das Nachwachsen von Nervenfasern (Axonen) erheblich beschleunigt. Sie behandelten daraufhin Mäuse mit geschädigten Ischiasnerven damit und beobachteten, dass diese bereits nach weniger als einer Woche - und damit erheblich schneller als die unbehandelten Tiere - ihre durch die Verletzung gelähmten Zehen wieder bewegen und sensorische Reize wahrnehmen konnten. Bemerkenswert ist, dass auch die systemische Verabreichung von Parthenolide wirksam war. Dies ist für eine mögliche klinische Anwendung am Menschen mit krankheits- oder verletzungsbedingten Nervenleiden sehr vielversprechend, denn bis heute gibt es in der Klinik noch keine Medikamente, die Ähnliches bewirken können. „Dieser therapeutische Ansatz ist völlig neu. Bis zur Entwicklung zu einem einsatzfähigen Medikament sind allerdings noch weitere Untersuchungen notwendig", sagt Prof. Dr. Dietmar Fischer. Ob Parthenolide auch die Regeneration des verletzten Rückenmarks oder Sehnervs, die normalerweise gar nicht regenerieren können, positiv beeinflussen kann, wird zurzeit von den Düsseldorfer Forschern ebenfalls untersucht.



http://www.medmix.at/parthenolide-mutte ... eneration/


ich habe es mir schon bestellt.

Biggi
Beiträge: 397
Registriert: Freitag 5. Dezember 2008, 16:55

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von Biggi » Mittwoch 20. April 2016, 08:22

Danke für den Bericht, Dietmar. Wäre nett, wenn Du berichtest, ob Du eine Wirkung verspürst. Welche Art der PNP hast Du ?

LG
Biggi

Tina64
Beiträge: 7
Registriert: Donnerstag 9. Juli 2015, 16:48

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von Tina64 » Freitag 22. April 2016, 23:54

HALLO Dietmar,

ich habe Prof.Fischer mal angeschrieben. Mal sehen,was er antwortet.Auch ich leide seit 2 Jahren an CIDP und kann trotz Rituximab und Immunglobulinen ziemlich schlecht laufen.Wirkt es bei dir?

L.g Tina :D

Biggi
Beiträge: 397
Registriert: Freitag 5. Dezember 2008, 16:55

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von Biggi » Samstag 23. April 2016, 07:53

Hallo Tina,

so schnell kann das Mittel gar nicht wirken. Bis sich Nerven regenerieren, dauert es immer...

Das hab ich im net noch gefunden dazu:
In Deutschland ist Mutterkraut nur in homöopathischen Arzneimitteln im Handel, zum Beispiel in den apothekenpflichtigen Präparaten Cefagran® Tabletten und Tropfen sowie in Nemagran® Tropfen. Beide homöopathischen Arzneimittel enthalten jeweils die Urtinktur Chrysanthemum parthenium ex herba sicc. Da es sich um registrierte homöopathische Arzneimittel handelt, machen die Hersteller keine Angaben zur Indikation.
Mit den Inhaltsstoffen aus der Heilpflanze „Mutterkraut“ wachsen geschädigte Nervenfasern bei Mäusen besser und schneller nach. Für rund acht Prozent der über 55-Jährigen ist das eine positive Nachricht, denn sie sind von Neuropathien in Beinen und Armen betroffen.

Häufig entstehen Neuropathien als Folge anderer Erkrankungen, z.B. des Diabetes mellitus oder durch neurotoxische Substanzen wie Alkohol. Sie äußern sich in z.T. schweren Empfindungsstörungen, Störungen der Motorik oder chronischen Schmerzen. In der Therapie lässt sich oft lediglich ein Stillstand der Erkrankung erreichen. Für betroffene Patienten bedeutet die Neuropathie eine erhebliche Belastung mit schwerwiegender Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Der Schlüsselvorgang bei dieser Problematik ist die sehr langsame Regeneration von Nervenfasern nach einer Schädigung. Die Neurowissenschaftler um Prof. Dr. Dietmar Fischer von der Universitätlinik Düsseldorf stellten nun fest, dass sich Mäuse mit einem genetisch veränderten Enzym deutlich schneller und besser nach Nervenverletzungen erholten als normale Tiere. Die Forscher entschlüsselten den zugrundliegenden Mechanismus dieses Effektes und suchten nach Substanzen, um diesen Effekt zu imitieren. So fanden sie den Wirkstoff Parthenolide, der aus der Heilpflanze „Mutterkraut“ stammt. Sie ist auch in Mitteleuropa heimisch und wurde traditionell als Migränemittel eingesetzt.
Gelähmte Zehen wieder bewegen

Zellkulturexperimente zeigten, dass Parthenolide das Nachwachsen von Axonen erheblich beschleunigt. Sie behandelten daraufhin Mäuse mit geschädigten Ischiasnerven damit und beobachteten, dass diese bereits nach weniger als einer Woche – und damit erheblich schneller als die unbehandelten Tiere – ihre durch die Verletzung gelähmten Zehen wieder bewegen und sensorische Reize wahrnehmen konnten. Die Erkenntnisse könnten von großer klinischer Bedeutung sein. Fast acht Prozent der über 55-Jährigen in den Industrieländern sind von peripheren Neuropathien betroffen.

Bemerkenswert ist, dass auch die systemische Verabreichung von Parthenolide wirksam war. Dies ist für eine mögliche klinische Anwendung am Menschen mit krankheits- oder verletzungsbedingten Nervenleiden sehr vielversprechend, denn bis heute gibt es in der Klinik noch keine Medikamente, die Ähnliches bewirken können.
Regeneration des verletzten Rückenmarks

„Dieser therapeutische Ansatz ist völlig neu. Bis zur Entwicklung zu einem einsatzfähigen Medikament sind allerdings noch weitere Untersuchungen notwendig”, sagt Prof. Dr. Dietmar Fischer. Ob Parthenolide auch die Regeneration des verletzten Rückenmarks oder Sehnervs, die normalerweise gar nicht regenerieren können, positiv beeinflussen kann, wird zurzeit von den Düsseldorfer Forschern ebenfalls untersucht.
http://news.doccheck.com/de/126929/neur ... spriessen/

Bin auch gespannt, was Dietmar berichtet...

LG
Biggi

dietmar
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 19. April 2016, 17:25

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von dietmar » Montag 25. April 2016, 19:08

....heute habe ich die Tabletten bekommen, werde mit 2400 mg täglich starten. Berichte weiter........

Tina64
Beiträge: 7
Registriert: Donnerstag 9. Juli 2015, 16:48

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von Tina64 » Montag 25. April 2016, 21:45

Hallo Dietmar,

ich habe dein Hinweis aufgegriffen und gleich mal den Prof.Fischer aus Düsseldorf angeschrieben und mir natürlich auch das Mittelchen bestellt.
Prof.Fischer hat auch prompt geantwortet.Er teilt mit,dass die Versuche mit Mäusen und Ratten gelaufen sind mit gequetschten NERVEN,er meint,dies könne man mit einer Demyelinisierung nicht vergleichen.
Aber die wichtigste Ifo für mich war eigentlich,dass bereits Versuche gelaufen sind zur Möglichkeit der Einnahme zu Tees und Kapseln.Dies würde wohl nicht wirken,da die Parthenolide nicht über den Darm resorbiert werden können.Wenn du willst kann ich dir gern die Mail weiterleiten.
Ich greife wie du auch jeden Hinweis auf,aber das ultimative Mittelchen gibt es leider noch nicht,also weiter humpeln.Wie schwer bist du betroffen,wenn ich fragen darf.Manchmal könnte man echt die Flinte ins Korn werfen.

l.g.Tina

dietmar
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 19. April 2016, 17:25

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von dietmar » Dienstag 26. April 2016, 12:08

Hallo Tina,

da frag ich mich aber, warum er diese Erkenntnisse nicht gleich mit veröffentlicht hat. Ich werde es trotzdem probieren. Warum experementiert er mit gequetschten Nerven? Hatte ich auch schon mal, da half Vitamin B. Wie hat er das Zeugs in die Mäuse bekommen?

LG, Dietmar

Tina64
Beiträge: 7
Registriert: Donnerstag 9. Juli 2015, 16:48

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von Tina64 » Dienstag 10. Mai 2016, 21:28

Hallo Dietmar,

ein paar Tage sind ja nun ins Land gegangen.Spürst du eine Wirkung ?

L.g. Tina

Uschi
Beiträge: 9
Registriert: Donnerstag 29. Januar 2009, 18:33
Deine Diagnose: Amyloidose
Polyneuropathie
Wohnort: Ahrensburg

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von Uschi » Dienstag 17. Mai 2016, 18:48

Hallo Dietmar,

nach langer Zeit habe ich mich mal wieder eingelogggt.
Finde deinen Artikel sehr interessant. Hast Du das Mittel genommen und hast Du den Eindruck, dass es in irgendeiner Form
Wirkung zeigt.?
Bin neugierig :)
Lb.Gruß Uschi

dietmar
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 19. April 2016, 17:25

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von dietmar » Mittwoch 18. Mai 2016, 11:11

Hallo Tina, Uschi und alle anderen,

ich nehme jetzt erst seit drei Wochen Mutterkraut in Tablettenform und ich finde es ist viel zu früh, um eine Bewertung abzugeben. Ich kann ja verstehen, dass grosses Interesse besteht.
Verstehen kann ich aber nicht, warum ihr nicht selbst es ausprobiert. Angefangen habe ich mit 2400 mg täglich, weil die Empfehlung so war. Mittlerweile habe ich gesteigert auf 6000 mg und werde es weiter steigern. Und ja, mein Körper reagiert. Allerdings mit einer gefühlten Verschlimmerung. Der Ameisenhaufen ist wieder belebter. Schwer auszudrücken. Ich sehe es positiv, da arbeitet wieder was, ich gehe davon aus, dass wieder Leben rein kommt. Ich denke, dass ich wenigstens eine halbes Jahr brauche, um es wirklich beurteilen zu können. Getrocknetes Mutterkraut habe ich mir auch besorgt und trinke täglich Tee. Wenn jemand wissen möchte, wo ich mir meine Sachen beorgt habe, kann er oder sie mich mit einer PN anschreiben. Ansonsten hilft die Suchmaschine. Es gibt erhebliche Preisunterschiede.

LG
Dietmar

StefanL
Beiträge: 152
Registriert: Mittwoch 5. September 2012, 21:15
Deine Diagnose: Demyelisierende PNP unklarer Ursache,
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von StefanL » Donnerstag 19. Mai 2016, 20:30

Hallo Dietmar,
ich habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen, in dem du über deinen Test mit Mutterkraut berichtest. Mein Interesse kommt auch daher, weil auch ich schon verschiedenes ausprobiert habe, um meine PNP in den Griff zu bekommen. Ich habe aber hauptsächlich mit meinen Ess- und Trinkgewohnheiten experimentiert und nicht mit Medikamenten oder ähnlichem. Nur vor dem, was du da postest, möchte ich aus meiner Erfahrung warnen:
Angefangen habe ich mit 2400 mg täglich, weil die Empfehlung so war. Mittlerweile habe ich gesteigert auf 6000 mg und werde es weiter steigern. Und ja, mein Körper reagiert. Allerdings mit einer gefühlten Verschlimmerung. Der Ameisenhaufen ist wieder belebter. Schwer auszudrücken. Ich sehe es positiv, da arbeitet wieder was, ich gehe davon aus, dass wieder Leben rein kommt.
Auch ich hatte bei meinen Experimenten schon mal dieses Gefühl der Verschlimmerung, aber ich habe das als Warnschuss gesehen und mein diesbezügliches Verhalten glücklicherweise abgebrochen. So werde ich wohl in einer absehbaren Zeit hier in diesem Forum auch mal etwas positives über meine PNP posten können. Aber davon später.
Jedenfalls kann ich dir nur folgendes raten : Ich würde an deiner Stelle die Warnsignale deines Körpers nicht ignorieren und dieses Experiment beenden..
Wahrscheinlich schädigst du deine Nerven schneller, als sie sich später wieder regenerieren können.
Alles Gute und
Gute Besserung
wünscht dir
StefanL

ippes
registriertes Mitglied
registriertes Mitglied
Beiträge: 1
Registriert: Freitag 1. Dezember 2017, 16:42

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von ippes » Sonntag 3. Dezember 2017, 16:11

dietmar hat geschrieben:
Dienstag 19. April 2016, 17:57
„Dieser therapeutische Ansatz ist völlig neu. Bis zur Entwicklung zu einem einsatzfähigen Medikament sind allerdings noch weitere Untersuchungen notwendig", sagt Prof. Dr. Dietmar Fischer. Ob Parthenolide auch die Regeneration des verletzten Rückenmarks oder Sehnervs, die normalerweise gar nicht regenerieren können, positiv beeinflussen kann, wird zurzeit von den Düsseldorfer Forschern ebenfalls untersucht.
Seit dem letzten Beitrag zu diesem Thema sind nun eineinhalb Jahre vergangen. Gibt es inzwischen Hoffnung auf ein Medikament?
LG ippes :?:

StefanL
Beiträge: 152
Registriert: Mittwoch 5. September 2012, 21:15
Deine Diagnose: Demyelisierende PNP unklarer Ursache,
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Mutterkraut - Wirkstoff Parthenolide

Beitrag von StefanL » Sonntag 3. Dezember 2017, 22:08

Hallo ippes,
auch mich würde interessieren, wie dieser Test mit dem Mutterkraut bis jetzt verlaufen ist. Ich habe in meinem damaligen Beitrag meine Zweifel dazu geäußert. Zu mir selbst: Wie gesagt habe ich mit meinen Ess- und Trinkgewohnheiten experimentiert und haben mich gefragt, was mache ich anders als VOR meinen PNP-Symptomen. Ich kann heute sagen, daß die Watte, auf der ich zu laufen fühlte, seitdem etwas dünner geworden ist. Aber der ganze Vorgang dauert inzwischen schon fast zwei jahre. Ich denke, dass meine PNP wohl nie mehr ganz verschwindet, aber schon die Tatsache, dass kein weiteres Fortschreiten erfolgt ist, sondern sogar eine leichte Verbesserung eingetreten ist, kann ich als persönlichen Erfolg verbuchen und könnte manchem Betroffenen Mut machen.
Gruß
StefanL

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste